Ein professioneller Food-Fotograf justiert eine Kamera auf einem Stativ in einem hochwertigen Küchenstudio. Ein aufwendig gestaltetes Gourmet-Gericht steht scharf fokussiert auf einer Marmoroberfläche, umgeben von eleganten Requisiten wie Leinenstoffservietten, antikem Besteck, frischen Kräutern und Keramiktellern. Weiches natürliches Licht fällt durch große Fenster und wird durch professionelle Studio-Blitzgeräte und Lichtdiffusoren ergänzt, was eine stimmungsvolle cineastische Atmosphäre mit warmem und kühlem Lichtkontrast erzeugt.

Foodfotografie Kosten für Marken & Restaurants

Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch. „Was kostet das ungefähr?“ Meine Antwort ist immer dieselbe: Es kommt darauf an. Nicht weil ich mich drücke, sondern weil Foodfotografie Kosten wirklich stark variieren, je nach Umfang, Einsatzzweck und was am Ende tatsächlich geliefert werden soll. Dieser Artikel erklärt, wie sich Preise in der Foodfotografie zusammensetzen, welche Modelle es gibt und warum das günstigste Angebot häufig das teuerste wird. 

Was die Preise wirklich beeinflusst

Bevor wir über Zahlen reden: Ein Shooting ist nie nur Kamerazeit. Das vergessen viele bei der ersten Budgetplanung.

Der Aufwand vor und nach dem Shooting

Die eigentliche Produktion ist nur ein Teil der Arbeit. Konzeption, Einkauf der Produkte, Requisiten, Reisezeit, technische Vorbereitung, alles das passiert, bevor die erste Kamera ausgepackt wird. Und danach kommt die Nachbearbeitung. Für fünf fertig retuschierte Bilder rechne ich etwa eine Stunde Bearbeitungszeit ein. Bei umfangreichen Produktionen summiert sich das schnell auf einen vollständigen Arbeitstag, allein für die Bildbearbeitung. Viele günstige Angebote decken das schlicht nicht ab. Sie kalkulieren die reine Kamerazeit, ignorieren Einkauf, Styling, Anfahrt und Nachbearbeitung. Das sieht man dann im Ergebnis.

Styling und Art Direction

Foodstyling ist eine eigene Disziplin. Wer das ernstnimmt, arbeitet entweder mit einem spezialisierten Foodstylisten zusammen oder bringt das Know-how selbst mit. In meiner Arbeit ist Styling integriert, weil ein schlecht gestyltes Gericht auch mit der besten Kamera schlecht aussieht.

Aperol Spritz Produktfotografie – Sommerdrink-Inszenierung

Nutzungsrechte

Das ist der Punkt, über den auf den meisten Fotografen-Websites kaum geredet wird. Bekommt deine Marke exklusive Rechte oder nicht? Gilt die Lizenz für Web, Print, internationale Nutzung? Zeitlich befristet oder dauerhaft? Meine Einschätzung: Nutzungsrechte sind ein wesentlicher Kostenfaktor, der oft erst im Nachhinein auffällt. Wer ein Bild für eine nationale Kampagne nutzen will, zahlt anders als jemand, der es nur auf Instagram postet.

Die drei Preismodelle im Überblick

Stunden- oder Tagessatz

Der klassische Einstieg. In Deutschland liegen Stundensätze für professionelle Foodfotografie zwischen 70 und 250 Euro. Tagessätze für acht Stunden bewegen sich zwischen 500 und 2.000 Euro. In Österreich liegt die Untergrenze für einen Tagessatz bei rund 1.000 Euro, in der Schweiz zwischen 1.000 und 2.000 Schweizer Franken. Das Modell klingt transparent, hat aber einen Haken: Wenn Nachbearbeitung, Styling und Retusche separat abgerechnet werden, und Bildbearbeitung kostet zusätzlich 50 bis 200 Euro pro Stunde, dann explodiert das finale Budget schnell. Was mit „günstiger Tagessatz“ beginnt, endet häufig mit einer überraschend hohen Endrechnung.

Projektpauschale

Mein bevorzugtes Modell für Marken. Eine Pauschale schließt von Anfang an ein, was wirklich gebraucht wird: Konzeption, Produktion, Styling, Nachbearbeitung, fertig nutzbare Bilder. Keine bösen Überraschungen am Ende. Pakete für kleinere Projekte starten im Markt ab ca. 500 Euro für ein Basispaket, Pro-Pakete um 800 Euro, Premium-Pakete ab 1.200 Euro. Für mittlere bis größere Markenproduktionen sind Projektbudgets von mehreren tausend Euro üblich. Ich gebe keine Festpreisliste raus, weil jedes Projekt andere Anforderungen hat. Was ich stattdessen mache: ein klares Briefing führt zu einem klaren Angebot.

Lizenzmodell

Relevant, wenn Bilder für Werbeanzeigen oder Verpackungsdesign produziert werden. Hier trennen sich Produktionskosten und Nutzungsrechte klar voneinander. Für Marken mit wechselnden Kampagnen kann das sinnvoll sein, weil die Lizenz zeitlich oder räumlich angepasst werden kann. 

Mehr zu meinen Leistungen & Paketen

Ich arbeite nicht nach Shotlist. Ich arbeite nach Ziel.

Was bei mir im Angebot drinsteckt

Was ich damit meine: Mich interessiert nicht die Anzahl der Bilder, sondern welchen Job der Content erledigen soll. Soll er auf Social Media Reichweite generieren? Eine Produktseite bei Kaufentscheidungen unterstützen? Eine Launch-Kampagne tragen? Das bestimmt, wie ich plane, stylemache und produziere. In meinen Content-Paketen steckt deshalb immer:

Konzept und visuelles Briefing auf Basis der Marke Produktion (vor Ort in Brandenburg für Restaurants und Cafés, remote per Produktversand für Marken) Foodstyling, integriert in die Produktion Professionelle Nachbearbeitung Lieferbereite Dateien für Web, Social Media und Werbeanzeigen

Separate Nachberechnungen für Retusche oder „Extrabilder“ kenne ich aus Agenturwelt, ich finde sie ehrlich gesagt unbrauchbar.

Warum günstig oft teuer wird

Ich rede keine Anbieter schlecht. Aber ich kläre auf. Ein Angebot, das deutlich unter Marktpreis liegt, ignoriert in der Regel bestimmte Kostenanteile. Die Vor- und Nachbereitung eines Shootings kann locker einen kompletten Arbeitstag in Anspruch nehmen, den viele nicht vollständig einpreisen. Was dann passiert: entweder fehlt die Zeit für sorgfältige Nachbearbeitung, oder die Qualität leidet an anderen Stellen. Für Marken bedeutet das konkret: Bilder, die nicht zum Markenbild passen. Content, der nachgebessert oder komplett neu produziert werden muss. Budget, das zweimal ausgegeben wird. Schlechte Produktbilder kosten im Online-Handel nachweislich Conversions. Wer im E-Commerce oder auf Plattformen unterwegs ist, spürt das direkt in den Verkaufszahlen. Genaue Prozentsätze hängen stark von Kategorie und Zielgruppe ab, der Effekt ist aber real und dokumentiert. 

Belgische Waffeln mit Toppings – Café Foodfotografie für Instagram und Webseit

Nein, und das hat einen Grund. Jedes Projekt ist anders. Drei Produktbilder für eine neue Getränkelinie haben andere Anforderungen als ein komplettes Content-Paket für einen Restaurant-Launch. Ein Erstgespräch kostet nichts, und danach gibt es ein konkretes Angebot.

Das hängt davon ab, wie viele Gerichte abgedeckt werden sollen, ob Ambiance-Shots dazukommen und wie der Content genutzt wird. Für Restaurants in Brandenburg arbeite ich vor Ort. Ein realistisches Budget für ein kleines bis mittleres Restaurantprojekt liegt im vierstelligen Bereich, wenn professionelles Styling und Nachbearbeitung dabei sind.

Das kläre ich immer im Vorfeld. Was du kaufst, soll dir auch gehören und nutzbar sein, ohne versteckte Lizenzprobleme später.

Die Produktion selbst ist ein Tag, manchmal zwei. Die Nachbearbeitung braucht weitere Zeit. Realistisch liefere ich fertige Bilder innerhalb von ein bis zwei Wochen nach dem Shooting, je nach Umfang.

Für Marken und Produkthersteller ist das mein Standardmodell. Produkte kommen per Versand, ich produziere hier, du bekommst fertig nutzbare Bilder. Funktioniert gut und spart Reise- und Logistikaufwand auf beiden Seiten. 

Foodfotografie Kosten lassen sich nicht auf eine einfache Zahl herunterbrechen. Was ich dir sagen kann: der Preis, der auf den ersten Blick am attraktivsten aussieht, ist selten der, der am Ende am wenigsten kostet. Wer professionellen Content braucht, der verkauft und zur Marke passt, sollte Produktionskosten als Investition verstehen, nicht als Ausgabe, die man möglichst drückt. Das macht den Unterschied zwischen Bildern, die gut aussehen, und Bildern, die arbeiten. Wenn du wissen willst, was ein konkretes Projekt für deine Marke kostet, schreib mir. Kein Verkaufsgespräch, sondern ein ehrliches Gespräch über das, was du brauchst. 
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Sascha Böge
Sascha Böge ist Foodfotograf und Content Creator aus Baruth/Mark bei Berlin. Was ihn von klassischen Fotografen unterscheidet: 15 Jahre Berufserfahrung im digitalen Marketing. Als Fachbereichsleiter Digitales Marketing, zertifizierter Product Owner und Webentwickler kennt er beide Seiten — die strategische und die kreative. Heute nutzt er dieses Wissen für Foodfotografie, die nicht nur ästhetisch überzeugt, sondern messbare Ergebnisse liefert. Ob Produktbilder für den Online-Shop, Kampagnen-Content für Social Media oder Speisekarten-Shootings vor Ort — er denkt in Zielen, nicht in Shotlists. Auf diesem Blog teilt er sein Wissen rund um Foodfotografie, Preise, Prozesse und visuellen Content, der wirkt.

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